Durchbrochene Majolikablume
Löwenmontur seitlich, durch die Majolika geschraubt
Löwenmontur
Abbildung aus der Festschrift W&W 1894 Tafel 42 Petroleumlampe N° 31. Darstellung unten Mitte

W&W N° 31.

Kosmosbrenner von Wild &Wessel 10´´´

Zylinder ungemarkt, 

Lampenkörper und Deckel bestehen aus Majolika, der Petroleumtank aus Glas sitzt in einem Messingbehälter, zwischen Deckel und Vase ist eine Messingring angeordnet. Das Material der Löwenmontur und des Fußes ist wegen des kräftigen Goldüberzuges nicht einfach zu ermitteln. Wahrscheinlich ist es Zinkguss, und nicht, wie im Katalog auf Tafel 42 der Festschrift zum Firmenjubiläum angegeben, Bronze. Die Tulpe besteht aus geätztem Glas. Auf dem Glas sind zwei Putten in floraler Umgebung dargestellt, welche zur Sonne aufschauen.

Die Lampe 2023 wurde von einem Händler in Thüringen im Mai 2023 mit nicht dazugehörigem Deckel und einem Brenner von K&N ? erworben. Glücklicherweise haben wir einen dazu passenden Deckel gefunden und die Lampe mit einem Brenner von W&W ausgerüstet. Die Majolika ist in der Tradition der ungarischen Lampen bemalt. Auch die Ausführung mit der durchbrochenen Rosette steht in der Tradition der Lampen von Ignaz Fischer. Allerdings wurde die Majolika nicht in Ungarn hergestellt. Im Fuß ist ein Zeichen "CC" und eine Nummer eingepresst. Die Art und Weise der Kennzeichnung und Bemalung könnte darauf hinweisen, dass  diese Majolika wahrscheinlich in Böhmen (Znaim) hergestellt wurde. Der Majolika - Lampenkörper von Nummer 35. wurde eindeutig in Znaim in der Manufaktur von Rudolf Ditmar hergestellt. Dies konnten wir mit Hilfe eines polnischen Sammlerfreundes, welcher die Majolika besitzt, relativ zweifelsfrei ermitteln. Falls jemand noch weitere Erkenntnisse dazu hat, kann er Sie gerne mit uns teilen..